Sommerliches Knotenshirt

Knotenshirt

Nach meinem kuschligen Hoodie geht’s nun gerade mit dem Kontrastprogramm weiter :-D Mein Knotenshirt ist hochsommerlich ärmelfrei. (Ja, ich finde, der Sommer darf kommen!!!) Zum Thema Raffungen/Asymmetrie war es unsere Aufgabe, dieses Shirt zu nähen. Erst lernten wir an Beispielen im Massstab 1:4, wie man Raffungen konstruiert. Ach, das liebe ich! Ich finde Raffungen so toll aber bis jetzt war das nie vereinbar mit einem Schnitt, welcher mir sitzt. Jetzt weiss ich wie und kann bei meinem Grundschnitt Raffungen einbauen wo und wie ich will. :-) Klar, da ich meine Shirts gerne luftig trage, kommen halt vorallem Längsfalten in Frage. Aber da gibt es auch zahlreiche Varianten und ich weiss schon, welche ich als erstes umsetzen möchte… Die Konstruktion dieses Knotenshirts erarbeiteten wir im Unterricht bei Unique direkt an unserem Grundschnitt. Klar, so ein besonderer Schnitt gefällt und passt niemals allen Kursteilnehmern. Aber wer es nicht mochte, konnte auch nur den oberen Teil nähen. Es war uns zudem freigestellt, ob wir das Shirt mit oder ohne Ärmel nähen wollten. Erst wollte ich kurze Ärmel und entschied mich beim Start der Konstruktion spontan, es dem vorgezeigten Modell gleichzutun und nur Träger zu zeichnen. Beim Zuschneiden war ich heilfroh um diese Entscheidung, denn mein Viskosejersey war sehr knapp bemessen. Die Falten im Vorderteil fordern halt entsprechend mehr Stoff und so musste ich Vorder- und Rückenteil versetzt auflegen. Den Ausschnitt im Rücken würde ich ein nächstes Mal noch vertiefen. Für meinen Geschmack liegt er für diese hochsommerliche Variante zu hoch. Positiv überrascht bin ich von der Verarbeitung des Armloches. Bisher habe ich bei Trägershirts die Armlöcher immer eingefasst. Diesmal habe ich mich auf die Variante der Kursleiterin eingelassen und einen Zentimeter Zugabe einfach umgelegt und mit der Zwillingsnadel abgesteppt. (Logisch, mit einer Cover sieht das dann noch besser aus…) Aber es klappte auch mit der Zwillingsnadel ganz gut und sieht ordentlich aus. Diese Art der Verarbeitung erfordert natürlich einiges weniger an Zeit. Aber ich mag es halt auch, dass die Einfassung die Stoffkanten jeweils verstärkt. Für mich kommen nach wie vor beide Verarbeitungsmöglichkeiten in Frage.

Soweit ich weiss, sollen uns ja jetzt die nächsten Tage wieder etwas wärmere Temperaturen begleiten ;-)
Habt einen guten Start in die neue Woche!
Christine

Hoodie nach eigenem Schnitt

Kapuzenpulli

In meiner Jerseyweiterbildung lernten wir letzte Woche eine Variante, wie man eine Hoodie Kapuze nach eigenen Massen konstruiert. Anhand unseres Shirt Grundschnittes war es dann einfach, das Schnittmuster auf Hoodie zu erweitern. Ich mag es lieber etwas weiter und mir gefallen Wickelkapuzen so sehr. Daher fiel meine Wahl auf die zur Zeit auch sehr angesagte Wickelkapuze, welche ich mit grauem Jersey gefüttert habe. Natürlich kann man mit derselben Konstruktion auch eine weniger oder gar nicht überschneidende Kapuze konstruieren. Aber mir gefällt es so sehr! Erst dachte ich, das Thema Hoodie passt jetzt leider nicht mehr zur Jahreszeit. Aber bei den momentanen Wetterkapriolen mag es zwischendurch durchaus einen Kapuzenpulli vertragen. ;-) Ja, und der nächste Winter kommt bestimmt… Meine Zeit rast für mein Empfinden im Schnellzug an mir vorbei. So schnell ist eine Woche um und zwei Drittel des Jersey Kursmoduls sind auch schon hinter mir. Ich habe bereits viel gelernt und freue mich, noch etliches auszuprobieren. Viele Schnittvarianten konnte ich einfach rein zeittechnisch noch nicht umsetzen, weil meine Passform des Grundschnittes so viel Platz einnahm. Aber nähen ist meine Leidenschaft, seit ich es in der Schule gelernt habe und ich werde nicht so schnell aufhören damit :-D Es macht jetzt richtig Spass mir meine eigenen Schnitte zu verwirklichen mit den Details, welche mir gefallen. Ich sammle mir Bilder aus Modekatalogen und finde bei Pinterest immer neue Ideen, was mir noch alles gefallen würde. Durch den Kurs habe ich ein schnitttechnisches Grundwissen wie Mut fürs Ausprobieren erlangt. Besonders freue ich mich noch auf die Themen Asymmetrie und Falten/Raffungen. Im Unique Jerseykurs ab August dieses Jahres hätte es übrigens noch ein paar Plätze frei für alle, welche es in Erwägung ziehen. Ich kann den Kurs wirklich empfehlen!
Der violette Sommersweat ist übrigens von hier.

Machts gut!
Christine

Anti-Flecken Shirts

Miss Flavour

Für meine Jersey Weiterbildung muss ich immer wieder Probestücke nähen. Daran kann man die Passform kontrollieren und allfällige Änderungen abstecken. Falls grössere Änderungen vorgenommen werden müssen, ist so ein Probestück aber letztendlich nicht wirklich tragbar. Deswegen kaufte ich mir im Ausverkauf im örtlichen Stoffgeschäft günstig qualitativ hochwertigen Jersey mit schon etwas älteren Hamburger Liebe Designs (Miss Flavour und Kula Square). Irgendwie bringe ich es aber nicht übers Herz, nun die Probestücke einfach in den Müll zu kippen. Der Jersey ist ja sozusagen noch neu aber gebrauchen kann ich die Teile einfach nicht. Zudem entsprechen die Designs halt nicht so meinem Geschmack. Zum Glück sieht das die Prinzessin diesmal anders. :-D Ihr scheinen die Muster und Farben zu gefallen. Tiptop! Entstanden sind aus meinen Probeshirts zwei richtige anti-Flecken Shirts für meine Tochter. Durch die Farben und Muster sind Flecken nicht so deutlich sichtbar, was sehr zu ihr und dem hoffentlich bald kommenden wärmeren Wetter passt ;-) An ihr wirken die Muster total anders als auf dem flachen Stück Stoff; Dieser Effekt überrascht mich immer wieder…

Schnitt: Ottobre Sommer 2017, Modell 28 aus Jersey statt Webware

Ich wünsche dann allen einen guten Start in die kommende Woche!
Christine

Der Wasserfallausschnitt

Shirt mit Wasserfallausschnitt

Der Wasserfallausschnitt ist eine meiner liebsten Shirtvarianten. Durch die Mehrweite im Ausschnitt wirft der Stoff Falten und erinnert durch das Herabfallen an einen Wasserfall. Ich mag dieses kreativ unkontrollierte Fallen des Stoffes, welches sich immer wieder wandelt und anpasst. Aus einem unifarbenen Viskosejersey genäht wirkt das Shirt edel und wertet es als Kleidungsstück sehr auf. Im Jerseykurs bei der Fachschule Unique haben wir gelernt, wie wir anhand unseres Shirtgrundschnitts einen Wasserfallausschnitt konstruieren können. Dabei kann man selber wählen, wieviel Mehrweite man haben möchte und entsprechend mehr oder weniger Stoff faltet sich zu einem Viskosejerseyfall ;-) Ich hab mich für viel Stofffall entschieden und entsprechend wird der Ausschnitt auch grösser. Für diesen Ausschnitt sollte man unbedingt einen Jersey mit schönem Fall verwenden, also ein Wasserfallausschnitt aus Baumwolljersey wird nie so fallen wie einer aus Viskosejersey. Ich mag mein Shirt wie auch die Farbe des Stoffes total. In der Armkugel des ersten Shirts nach meinem im Kurs entwickelten Grundschnitt war noch eine Spannung, welche mich störte. Die Kursleiterin formte mir schlussendlich nach mehreren Änderungsversuchen den Ärmel ab. Dabei wird der Ärmel aus einem Stück Stoff nur durch Stecknadeln am Arm abgeformt und abgesteckt. Dies war interessant und hat auch mein Problem mit dem Ärmel zutage gefördert. Anhand des abgesteckten Stoffärmels konnte ich danach das Schnittmuster zeichnen. Nun passt der Ärmel und ich bin glücklich! Allerdings ist dieses Vorgehen aufwändig und wenn irgendwie möglich möchte man in der Praxis schneller ans Ziel kommen. Aber ich will es positiv sehen, denn anhand dieses Ärmelproblems habe ich Dinge gelernt, welche sonst wohl nicht zur Sprache gekommen wären.
Jetzt aber hier noch ein paar Bilder von meinem Shirt:

Ich wünsche euch allen eine tolle Woche!
Christine

Bedrucken, bemalen, bekleben

Seit meiner Kindheit beschäftigt mich immer wiederkehrend dieses Thema, Stoffe oder Gegenstände zu gestalten mit mir liebgewordenen Motiven. Ich mag mich noch gut erinnern, wie ich als angehender Teenager mit Pinsel und Stofffarbe den Lucky Luke auf ein Shirt gemalt habe. In der 9. Klasse trug ich völlig aus der Reihe tanzend aus einem alten, blau eingefärbten Leintuch genähte Hosen, welche mir jemand auch mit Stoffarben bemalte. Sie waren total auffällig, ein bisschen schräg aber vollkommen einzigartig.

Leintuchhosen bemalt

Später haben wir uns Calvin and Hobbes auf unser Teamshirt gemalt. Es war einfach toll, ein Motivshirt zu tragen, das für mich Bedeutung hatte und zudem niemand sonst dasselbe trug. Jedes Stück war ein Unikat. Handgemacht. Die Herstellung war sicher aufwändig und anspruchsvoll. Es brauchte eine ruhige Hand und Geschick, um Motive mit dem Pinsel und Stofffarbe aufzumalen. Fehler wurden bei dieser Technik allerdings nicht verziehen. Die Möglichkeiten, Gegenstände zu personalisieren und zu gestalten sind heute grösser denn je. Wenn ich mir bei Flyeralarm im Shop ansehe, was man alles bedrucken lassen kann, entfacht dies in mir wieder diese alte Leidenschaft. Mit meinem Plotter und dem entsprechenden Material habe ich heute unzählige Varianten, nun selber mit Vinyl ein Firmenlogo auf Türen oder Kaffeemaschine zu kleben oder zu Hause die Toilettentür :-D zu verschönern.

Mit permanentem Vinyl kann man sogar ein Auto beschriften, mit Thermotransferfolie Stoff “bekleben”, aus Stoff Applikationsvorlagen schneiden oder auch Folie bedrucken und mit dem Bügeleisen auf den Stoff transferieren. Mich fasziniert dies einfach! Als ich meiner Tochter diese gepunktete Tunika nähte, dachte ich erst an ein ganz schlichtes Oberteil. Ich ergatterte dieses Reststück Stoff und wollte es möglichst schnell verarbeiten bevor es in meinem Stoffschrank abtaucht. Während dem Nähen gingen mir diese weissen Hibiskusblüten einfach nicht mehr aus dem Kopf. Vor meinem inneren Auge zierten diese so hübsch diese schlichte Tunika, dass ich nicht anders konnte, als dieses innere Bild umzusetzen:

Schnitt: Ottobre Frühling 2010, Model 34
Plott: Buchstabe aus gratis Hibiskusschrift, Transferfolie glatt weiss

Alles Liebe!
Christine