Tunika und Hose zur Geburt

Shirt und Hose

Anlässlich einer Geburt habe ich für die grosse Schwester des Babys was genäht. Gewünscht war eine grüne Cordhose nach diesem Schnitt, welche ich schon einmal kleiner in pink genäht habe und sich offensichtlich bewährt hat. Die Tunika ergänzt nun die Hose und ich hoffe sehr, sie gefällt. Das Kriterium bunt erfüllt sie jedenfalls ;-) Diese Kleider kommen mir so klein vor. Aber Grösse 98 trägt ja ein gut zwei Jahre altes Kind. Ja, meine Prinzessin ist im Vergleich schon so gross! Wie schnell die Zeit doch vergeht. So sehr ich im Kopf weiss, dass ich diese Zeit mit den Kindern geniessen sollte, gelingt es mir doch nicht recht. Mein ältester Sohn begann gerade sein letztes Schuljahr. Wo sind all die Jahre geblieben? Es geht mir zu schnell und gleichzeitig erinnere ich mich daran, dass die Kleinkindphase einfach auch sehr eine anstrengende Zeit ist. Ich mag es je mehr meine Kinder ein Gegenüber und selbständig sind und die Windelphase fehlt mir kein bisschen! Aber wenn ich dann ein kleines Baby sehe, werde ich doch wehmütig. Die Kleinen sind so süss und duften ganz besonders, wie nur Babys eben duften. Viele Erinnerungen kommen hoch… Und ja, es dreht sich dann nicht um die durchwachten Nächte oder Schmerzen bei der Geburt ;-) Sondern ich denke z.B. an diese Laute, “nürzen” nennen wir das, wie nur Babys es tun. Oder ich erinnere mich, wie es sich anfühlt mein Baby im Tragetuch zu tragen, ganz nahe bei mir, jede Regung zu spüren und ihm Geborgenheit und Nähe zu geben. So schnell ist diese intensive Zeit vorbei und sie sind zu gross, um noch auf den Schoss genommen zu werden… Eben alles zu seiner Zeit, den Moment wahrnehmen und geniessen!

Schnitt Tunika: Ottobre Herbst 2016
Schnitt Hose: Ottobre Frühling 2007

Ich wünsche allen einen ganz schönen Sonntag!
Christine

08/15 Projekte…

Sommerroeckli pink 1

Es ist zur Zeit leider viel zu ruhig hier auf meinem Blog! Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht genäht habe die letzten Wochen. Im Gegenteil, wenn immer möglich sitze ich an der Nähmaschine und nach ein paar Tagen ohne Nähen vermisse ich es bereits. Während meinem Jerseykurs habe ich vorwiegend für mich Kleider genäht. Das war schon lange nicht mehr der Fall. ;-) Oft nähe ich das, was die Kinder gerade am dringendsten benötigen. Diese Liste wurde natürlich immer länger während ich mich mit dem Kursinhalt auseinandersetzte und dem Priorität gab. So ist jetzt in den letzten Wochen einiges für die Kinder entstanden. Allerdings mehrheitlich 08/15 Schnitte und keine spannenden Herausforderungen… Aber es ist mir nun mal wichtiger, dass die Kinder die Teile tragen wollen und Freude daran haben. Zwischendurch schiebe ich dann ein Projekt dazwischen, welches mich reizt und meine Hirnzellen wieder etwas herausfordert. Zum Beispiel möchte ich lernen, wie man Seife selber herstellt. Also ich meine nicht, einfach aus Seifenflocken Seifen zusammenkneten sondern von Grund auf die Fette und Öle mit der Lauge vermischen. Ich habe mich bereits eingelesen und die Zutaten bestellt. Nun warte ich auf das nächste Zeitfenster mit günstigen Umständen :-D Ich bin sehr darauf gespannt!
Von ein paar Stücken der letzten Wochen sind doch noch einzelne Fotos entstanden, welche ich nun hier zeigen will:

Der Schnitt von diesem pinkigen Sommerröckli wäre eigentlich ursprünglich als Nachthemd gedacht. Aber ich fand es als Sommerröckli für heisse Tage genauso passend…
Schnitt Ottobre Winter 2009, Modell 38

Die Shirts der Jungs sind immmer nach dem selben Schnitt aus Ottobre Frühling 2014, Modell 38, hier mit gekürzten Ärmeln und der Plott ist eine Eigenkreation meines Mannes.

Aus dem beschichteten Scherenschnittstoff gab’s noch eine Tasche nach eigenem Schnitt zum Verschenken:

Scherenschnitttasche

Ich hoffe, ihr könnt alle auch ein wenig Sommer geniessen!
Alles Liebe
Christine

 

Homedress aus Eispusteblumen

Homedress 2

Die Eispusteblumen von Lillestoff haben es mir sofort angetan und diesen Stoff musste ich einfach bestellen, sobald er auf dem Markt erschien. Kürzlich las ich irgendwo von einer Stoffdiät. Da sollte ich wohl auch mitmachen… :-D Aber die Eispusteblumen blieben nicht lange in meinem Schrank liegen. Schon lange wollte ich mir eine Trainerhose mit passendem Jäckchen dazu nähen. Für dieses Projekt passten mir die Eispusteblumen total. Pusteblumen allgemein haben es mir angetan und mittlerweilen kommt es mir vor, als wäre ich lange nicht die Einzige… Den Schnitt für die Hose habe ich einer gekauften Hose abgenommen, welche ich sehr mochte. Da aber bei dieser die Elastanfäden unhöflich herausblitzten habe ich sie gerade aufgetrennt, um den Schnitt möglichst genau abzunehmen. Für die Sweatjacke benutzte ich als Grundlage meinen Shirtgrundschnitt aus dem Jerseykurs und zeichnete mir die Details nach meinen Vorstellungen. Die vorderen seitlichen Verschnittnähte würde ich ein nächstes Mal wohl noch etwas mehr gegen die Mitte verschieben und ernsthaft in Erwägung ziehen, das Rückenteil auch entsprechend aufzuteilen. Aber mit der Paspel gefallen sie mir sehr gut!

Ja, für mich fühlt es sich total gut an nach dem Wochenende (Auffahrtbrücke) liegt das Wochenende vor uns und das Wetter ist einfach perfekt!
Lasst es euch gut gehen und geniesst den Frühsommer!
Alles Liebe
Christine

 

Sommerliches Knotenshirt

Knotenshirt

Nach meinem kuschligen Hoodie geht’s nun gerade mit dem Kontrastprogramm weiter :-D Mein Knotenshirt ist hochsommerlich ärmelfrei. (Ja, ich finde, der Sommer darf kommen!!!) Zum Thema Raffungen/Asymmetrie war es unsere Aufgabe, dieses Shirt zu nähen. Erst lernten wir an Beispielen im Massstab 1:4, wie man Raffungen konstruiert. Ach, das liebe ich! Ich finde Raffungen so toll aber bis jetzt war das nie vereinbar mit einem Schnitt, welcher mir sitzt. Jetzt weiss ich wie und kann bei meinem Grundschnitt Raffungen einbauen wo und wie ich will. :-) Klar, da ich meine Shirts gerne luftig trage, kommen halt vorallem Längsfalten in Frage. Aber da gibt es auch zahlreiche Varianten und ich weiss schon, welche ich als erstes umsetzen möchte… Die Konstruktion dieses Knotenshirts erarbeiteten wir im Unterricht bei Unique direkt an unserem Grundschnitt. Klar, so ein besonderer Schnitt gefällt und passt niemals allen Kursteilnehmern. Aber wer es nicht mochte, konnte auch nur den oberen Teil nähen. Es war uns zudem freigestellt, ob wir das Shirt mit oder ohne Ärmel nähen wollten. Erst wollte ich kurze Ärmel und entschied mich beim Start der Konstruktion spontan, es dem vorgezeigten Modell gleichzutun und nur Träger zu zeichnen. Beim Zuschneiden war ich heilfroh um diese Entscheidung, denn mein Viskosejersey war sehr knapp bemessen. Die Falten im Vorderteil fordern halt entsprechend mehr Stoff und so musste ich Vorder- und Rückenteil versetzt auflegen. Den Ausschnitt im Rücken würde ich ein nächstes Mal noch vertiefen. Für meinen Geschmack liegt er für diese hochsommerliche Variante zu hoch. Positiv überrascht bin ich von der Verarbeitung des Armloches. Bisher habe ich bei Trägershirts die Armlöcher immer eingefasst. Diesmal habe ich mich auf die Variante der Kursleiterin eingelassen und einen Zentimeter Zugabe einfach umgelegt und mit der Zwillingsnadel abgesteppt. (Logisch, mit einer Cover sieht das dann noch besser aus…) Aber es klappte auch mit der Zwillingsnadel ganz gut und sieht ordentlich aus. Diese Art der Verarbeitung erfordert natürlich einiges weniger an Zeit. Aber ich mag es halt auch, dass die Einfassung die Stoffkanten jeweils verstärkt. Für mich kommen nach wie vor beide Verarbeitungsmöglichkeiten in Frage.

Soweit ich weiss, sollen uns ja jetzt die nächsten Tage wieder etwas wärmere Temperaturen begleiten ;-)
Habt einen guten Start in die neue Woche!
Christine

Hoodie nach eigenem Schnitt

Kapuzenpulli

In meiner Jerseyweiterbildung lernten wir letzte Woche eine Variante, wie man eine Hoodie Kapuze nach eigenen Massen konstruiert. Anhand unseres Shirt Grundschnittes war es dann einfach, das Schnittmuster auf Hoodie zu erweitern. Ich mag es lieber etwas weiter und mir gefallen Wickelkapuzen so sehr. Daher fiel meine Wahl auf die zur Zeit auch sehr angesagte Wickelkapuze, welche ich mit grauem Jersey gefüttert habe. Natürlich kann man mit derselben Konstruktion auch eine weniger oder gar nicht überschneidende Kapuze konstruieren. Aber mir gefällt es so sehr! Erst dachte ich, das Thema Hoodie passt jetzt leider nicht mehr zur Jahreszeit. Aber bei den momentanen Wetterkapriolen mag es zwischendurch durchaus einen Kapuzenpulli vertragen. ;-) Ja, und der nächste Winter kommt bestimmt… Meine Zeit rast für mein Empfinden im Schnellzug an mir vorbei. So schnell ist eine Woche um und zwei Drittel des Jersey Kursmoduls sind auch schon hinter mir. Ich habe bereits viel gelernt und freue mich, noch etliches auszuprobieren. Viele Schnittvarianten konnte ich einfach rein zeittechnisch noch nicht umsetzen, weil meine Passform des Grundschnittes so viel Platz einnahm. Aber nähen ist meine Leidenschaft, seit ich es in der Schule gelernt habe und ich werde nicht so schnell aufhören damit :-D Es macht jetzt richtig Spass mir meine eigenen Schnitte zu verwirklichen mit den Details, welche mir gefallen. Ich sammle mir Bilder aus Modekatalogen und finde bei Pinterest immer neue Ideen, was mir noch alles gefallen würde. Durch den Kurs habe ich ein schnitttechnisches Grundwissen wie Mut fürs Ausprobieren erlangt. Besonders freue ich mich noch auf die Themen Asymmetrie und Falten/Raffungen. Im Unique Jerseykurs ab August dieses Jahres hätte es übrigens noch ein paar Plätze frei für alle, welche es in Erwägung ziehen. Ich kann den Kurs wirklich empfehlen!
Der violette Sommersweat ist übrigens von hier.

Machts gut!
Christine