Was schenkt man zum Umzug?

Waescheklammerbeutel-geschlossen

Hierzulande gibt es den Brauch, zum Einzug in ein Haus oder eine neue Wohnung Brot und Salz zu verschenken. Dies wird oftmals mit dem Spruch: „Brot und Salz – Gott erhalt’s“ verbunden.
Für mein Empfinden ist das eigentlich noch eine schöne Gepflogenheit. Aber warum gerade Brot und Salz? Klar sind das sehr grundlegende Nahrungsmittel und sie stehen wohl auch bei vielen von uns beinahe täglich im Einsatz. Aber für mich kommt sofort der Anreiz, was Neues, Kreatives zum Verschenken auszudenken ;-) Ich habe mich nun damit auseinander gesetzt und nach tollen Ideen gesucht, was man anlässlich eines Umzuges als Geschenk nähen könnte. Ja, Nähen ist halt jetzt einfach mein Markenzeichen und macht ein Geschenk doch sehr persönlich und individuell ;-) Ein Umzug bringt doch einiges an Organisation und Aufwand mit sich und oft kommt man ins Schwitzen und wünscht sich insgeheim, man könnte diesen Kraftakt einfach an Profis delegieren… Eine Umzugshilfe zum Nähen kam mir leider nicht in den Sinn :-D
Aber so in einem Haushalt benötigt es ja immer zahlreiche Gegenstände oder praktische Hilfen und gewisse Dinge ersetzt man ganz gerne mal anlässlich einer „Züglete“… Selbstgenähte Küchentücher hätten mir jetzt noch ins Konzept gepasst. Einerseits gibt es so viele schöne Baumwollstoffe und andererseits gefiel mir die Idee, sie mit Sprüchen wie z. B. „My home is my castle“ zu versehen. Dazu fehlt mir jedoch leider eine Stickmaschine… Auf meine Frage nach Geschenkideen wurden im Nähkaffee folgende Ideen zusammengetragen: Brotsack, Utensilo (z.B. fürs Bad), Kochschürze oder Topflappen. Hängen geblieben bin ich beim „Chlämmerlisack“. Ein Beutel für Wäscheklammern ist was äusserst Praktisches und auch da lässt sich vieles Gestalten. Ich habe ja schon einmal recht ausgefallene Wäscheklammerbeutel als Geschenke genäht und hier gezeigt. Diesmal ist es eher ein schlichtes Modell geworden, welches ich aber äusserst praktisch finde. Hier kann und soll nun der Stoff die Hauptrolle spielen. Denn dieses Scherenschnittdesign passt für mich als Schweizerin perfekt zum Thema „Heimat“. Und die neue Wohnung oder das neue Haus sollen doch das Zuhause sein, wo man sich eben wohl, sicher und geborgen fühlt. Den Schnitt habe ich mir selber kreiert und die Idee dazu entdeckte ich einmal mehr bei Pinterest. ;-) Ich habe die Seitenwand mit „soft and stable“ (dünner Schaumstoff, welcher zwischen zwei dünnen Geweben liegt) verstärkt und für den Boden ein all zu dünn geratenes Schneidebrett zweckentfremdet… So kann mein Wäscheklammerbeutel gut selber stehen aber fällt auch nicht so sehr in sich zusammen, wenn er am Karabiner aufgehängt wird.
Ja, bei dieser momentanen Hitze wird die Wäsche schnell trocken! Ich wünsche allen ein kühles Plätzchen…

Macht’s gut!
Christine

Ein portabler Waschsalon nur für mich allein ;-)

Reisenecessaire

Letzten Samstag fand unser Nähevent statt. Dabei trafen sich lauter Gleichgesinnte, welche dem Nähvirus erlegen sind, um miteinander dem schönsten Hobby zu frönen, sich gegenseitig zu inspirieren und sich einfach mal Zeit zum Nähen zu gönnen. Oft sind wir Frauen ja so vielseitig beschäftigt und engagiert, dass es sich logistisch herausfordernd darstellt, mal an einem Nähprojekt wirklich dranzubleiben. In der Aula hier in Herzogenbuchseee hatten wir wunderbar Platz und es wurde fleissig genäht, Schnittmuster gezeichnet, zugeschnitten und Stoffe getauscht. Das miteinander Kaffee trinken und leckeren Kuchen dazu geniessen durfte natürlich auch nicht fehlen! Ich hab’s genossen und dabei für mich ganz allein endlich ein Reisenecessaire genäht. (Na ja, ich wurde vor lauter Quatschen natürlich nicht ganz fertig… ;-) ) Dieses Kosmetiktaschen-Projekt schlummerte schon lange in meinem Kopf und mein alter “Waschsalon”, wie jemand dieses gute Stück so witzig betitelte, sollte schon längstens abgelöst werden. Jetzt ist es vollbracht! Endlich! Und ich habe so Freude daran :-D Den Schnitt habe ich meinem alten, treuen Begleiter abgeguckt und noch ein wenig meinen Bedürfnissen angepasst. Der Stoff ist aus dem Hause au maison. Er hat es mir einfach angetan und jetzt endlich seine perfekte Bestimmung gefunden! Jetzt sollte ich Pläne schmieden, um mein neues Necessaire auszuführen! :-D Das Projekt mit dem Kindermodell habe ich ja schon länger mal umgesetzt und dies sollte schon wieder dringend wiederholt werden…

Macht’s gut!
Christine

Acessoires in der Hauptrolle

Rosenshirt grau

Oftmals ergeben Accessoires den entscheidenden Unterschied oder das gewisse Etwas und ein Outfit wirkt total gelungen. Zudem kann man damit auch ganz schöne Farbakzente setzen oder die Linienführung beeinflussen. Ich mag neben Schals den Hüftschmeichler sehr. Dies gerade deswegen weil man damit eine optische Teilung des Körpers bewirken kann, welche sich oft als vorteilhaft erweist. Wer schon mal an einer Blasenentzündung gelitten hat, weiss ihn auch wegen der Wärme in der Nierengegend zu schätzen… Auch wenn das vielleicht in der Wissenschaft umstritten ist oder nicht wirklich erklärbar sein soll – Kälte ist Gift wenn die Blase angeschlagen ist. Durch meinen langen Rücken sind mir gekaufte Shirts oftmals spätestens nach der ersten Wäsche schon zu kurz. In diesen Fällen hat sich der Bauchgurt – oder wie man diesen Schal um diese Körperstelle auch nennen will – sehr bewährt. Da ich aber sehr gerne farbige Shirts trage, musste einer in neutralem Ton her. Da wir bei Lili und Mo gerade die uni Jerseys aufgefüllt haben, konnte ich aus einer grossen Farbpalette wählen und entschied mich mal für ein Anthrazit. So kann ich schwarze oder blaue Hosen dazu kombinieren und das farbige Shirt nach der aktuellen Laune aus dem Schrank ziehen und der Hüftgurt sollte einfach passen ;-) So ganz schlicht konnte ich ihn aber doch nicht umsetzen. Zumindest ein paar Falten mussten einfach doch noch sein :-D

Hueftschmeichler

Rosenshirt mit Hueftschmeichler

Mein neues Frühlingskleid habe ich hier auch noch nicht gezeigt. Genäht habe ich es schon vor einer Weile…  Letztes Jahr habe ich mal im Zusammenhang mit dem Jerseykurs darüber geschrieben, wie ich mich dem Thema Kleid annähere. Nun habe ich den Schnitt von damals auf Baumwolljersey angepasst und sowohl im Rücken wie auch an den Ärmelabschlüssen neue Dekoelemente eingebaut. Das passt mir sehr, jetzt selber solche Schnittideen umsetzen zu können. ;-) Beim dunkelblauen Einsatz im Rücken frage ich mich zwar gerade, ob ich den nicht noch grösser hätte zeichnen sollen… Oder sollte ich ihn vielleicht besser sogar asymmetrisch über die ganze Länge einbauen? Was meint ihr? Ich muss es mir noch ein wenig durch den Kopf gehen lassen. Den tieferen Ausschnitt im Rücken mag ich auch sehr! Aber ja, da spürt man dann leider auch, wenn es etwas kälter ist… Eigentlich besitze ich viele Schals aber natürlich passte keiner wirklich so, wie ich mir das vorstellte. Da war ich glücklich, als ich in meinem Lieblingsladen ein farblich perfekt zum Kleid passendes Viskosestöffchen entdeckte :-) Der Stoff setzte zwar jetzt schon fast Staub an – aber ich wollte das Kleid an Ostern nochmals anziehen und das gab mir Motivation die Sache mit dem Schal anzugehen.

Wie habt ihr es so mit Accessoires? Näht ihr euch auch welche?
Von Herzen alles Liebe
Christine

Hobby Horse oder Steckenpferd – ein Pferd fehlte noch im Hause Prinzaessin!

Pferd genaeht

So was ich hier bei uns feststellen kann, ist der Frühling dieses Jahr recht zaghaft. Die Knospen sind zwar dick und teilweise blicken die ersten Blättchen schon hervor. Aber so richtig grün und blühend ist es bei uns noch nicht. Die Pollenallergiker sind jedoch bestimmt froh darüber… Ich könnte mir vorstellen, dass bei diesem eher kalten und teilweise nassen Wetter die Belastung durch Pollen für den Körper etwas geringer ausfällt. Kürzlich entdeckte ich zwar eine interessante Erfindung: ein Luftreiniger für Allergiker! Sowas habe ich bisher nicht gekannt aber ich stelle mir vor, dass er das Leben in den eigenen vier Wänden für Betroffene deutlich erleichtern könnte. Für mein heutiges Projekt habe ich ein Kunstfell vernäht – auch da gibt es ja Menschen, welche leider auf echte Tierhaare allergisch reagieren. :-(
Eigentlich ging ich davon aus, dass unsere Kinder dem Steckenpferd Alter entwachsen sind… Nun ist aber kürzlich bei uns das Hobby Horse Fieber ausgebrochen. Es ist halt immer eine Frage der Gruppendynamik – dachte ich dann ;-)
Steckenpferd darf ich zwar nicht sagen, das mag mein Prinz gar nicht hören! Umso erstaunter war ich, als ich bei meinen Internetrecherchen herausfand, dass es sogar Hobby Horse Vereine und Turniere gibt! Also sind Steckenpferde definitiv nicht nur was fürs Rollenspiel von kleineren Kindern ;-) Ja, ein Pferd fehlte wirklich noch im Hause Prinzaessin und so machte ich mich auf die Suche nach einer guten Anleitung, um wieder mal ein neues Projekt an Land zu ziehen :-D
Bei Binedoro fand ich für meinen Geschmack eine sehr toll illustrierte Anleitung (erst noch gratis!) und das Pferd hat einen lieben Ausdruck, wie ich finde. Mein Ergebnis gefällt mir jedenfalls sehr! Ja, die Ohren hätte ich mit festerem Vliesline unterkleben sollen – oder sogar einen Draht einziehen können. Diese passen jetzt so eigentlich besser zu einem Hasen :-D Da der Stoff sehr dehnbar war, wurde der Kopf durchs füllen mit Stopfwatte wahrscheinlich noch etwas grösser. Deswegen würde ich ein nächstes Mal den Stoff für bessere Festigkeit auch gerade unterkleben. Den Stecken mit dem kleinen Rädchen am unteren Ende konnte ich in einem Bastelgeschäft gleich so kaufen. Wobei mein Prinz findet das sehr doof :-( Sowieso findet er den Pferdekopf zu gross und er will nur einen kurzen Stecken. Ich habe ja schon Verständnis – wenn er mit seinem Freund “ausreitet” legen sie gemeinsam erstaunliche Distanzen zurück! Schon nur wegen der Bewegung muss ich dieses neue Hobby unterstützen! :-) Die Prinzessin mag das Pferd hoffentlich mit dem Rädchen. Dieses macht es für mich halt einfach stilecht ;-)
Mal sehen, ob sich nun noch ein Einhorn dazugesellt :-D Stoff dafür würde bereit liegen… ;-)
Ich wünsche euch noch einen erholsamen, friedlichen Sonntag!
Christine

Wenn die Musse wieder kommt…

Manchmal laufe ich Gefahr, in der Hitze des Alltags alles nur noch zu erledigen und möglichst vieles reinzupacken – leider auch kreative Dinge wie Nähen oder Backen. In diesem Modus bleibt dann schnell mal die Freude daran auf der Strecke. So sind Ferien für mich eine sehr gute Gelegenheit, solche Muster zu durchbrechen und siehe da – da kommt auf einmal die Musse wieder! So habe ich jetzt in den Skiferien mehrmals Lust gehabt auf was Gebackenes und mich schlussendlich wieder in die Küche aufgemacht. Jetzt zur Fasnachtszeit sehen die Zigerkrapfen in den Auslagen der Grossverteiler in meinen Augen immer so lecker aus. Aber hausgemacht ist eben nicht dasselbe wie vom Supermarkt… So kam mir auf einmal die Idee, mit Äpfeln und Ricotta, gewürzt mit Zimt selber süsse Krapfen zu backen. Eigentlich ganz eine einfach Sache und auch in der Küche einer Ferienwohnung problemlos umsetzbar. Ich liebe Ricotta und mag den leicht süsslichen Geschmack von diesem Frischkäse. Bis jetzt habe ich ihn aber irgendwie nicht so mit süssen Rezepten in Verbindung gebracht.

Gut, für meine Krapfen bin ich folgendermassen vorgegangen:
250g Ricotta
2 Äpfel in kleine Stücke schneiden und etwas mit Zitronensaft marinieren
3 EL Zucker
Zimt nach Belieben
Alle Zutaten werden nun zu einer Masse vermischt.
Danach wird ein rechteckiges Stück Blätterteig in acht kleine Rechtecke geschnitten. Die Masse wird jeweils auf der einen Rechteckhälfte positioniert, dann das Rechteck zusammengefaltet und die Ränder mit einer Gabel zugedrückt. Zum Schluss werden die Krapfen mit Ei bestrichen und mit Zimtzucker bestreut. Danach ab in den Ofen mit ihnen für ca. 18 Min. bei 180 Grad Umluft…
Es war lecker und hat uns so geschmeckt – das wiederholen wir! :-D

Am Rande erwähne und zeige ich nun gerne auch noch was Genähtes. Viel zu sagen dazu gibt es nämlich nicht… Ich habe mir für den Skiurlaub noch zwei passende Pullover genäht. Einmal gab es ihn mit halsfernem Kragen aus Fleece und einmal ohne Kragen aus Sommersweat in dunkelm petrol. Der Schnitt hat eine leichte Oversize Form und ist entwickelt aus meinen Shirt Grundschnitt. Die Stoffe kommen natürlich von Lili und Mo :-D

Ja, nun ist Schluss für heute ;-)
Machts gut!
Christine