Gehäkelte Abschminkpads mit Jersey Haarband

Set

Was ich bis jetzt nur vom Hörensagen kannte, wurde leider nun auch bei uns Realität: Das Smartphone meiner Tochter ging auf Tauchstation im Klo. Wie leid sie mir doch tat! All die Kniffs und Tricks mit einer 5-Sterne Übernachtung in einer Schüssel Reis oder Trocknen mit dem Haarföhn konnten leider die Tragödie nicht mehr abwenden. Schnell einmal konnte ich mir aber den Gedanken dann doch nicht verkneifen, dass dieser digitale „Entzug“ durchaus auch interessante Aspekte mit sich brachte… Denn etwas erschrocken stellte ich auf einmal bewusst fest, wieviel Zeit die Prinzessin damit verbrachte, dank Spotify sich all ihre geliebten Hörspiele reinzuziehen. Jetzt war sie auf einmal ständig darauf bedacht, von einem Familienmitglied das Phone zu leihen und so wurde auch ich unweigerlich mit all meinen digitalen Streifzügen konfrontiert. Tja… Aber wer kann schon mitfühlen, was mir all die Inspiration im Netz bedeutet? ;-) Wohl dank Valentinstag stöberte ich gerade beim Kosmetikhändler Douglas durch die virtuellen Regale und schon ging es weiter mit dem Gedanken, dass ich doch schon lange mal Abschminkpads häkeln wollte! Diese sehen für meinen Geschmack so schön aus und als ich lustigerweise diesmal nicht online, sondern kurz danach in der gedruckten Zeitschrift “Häkeln- Das MaschenMagazin” eine Anleitung hierzu entdeckte, war das Projekt gebucht. In den Skiferien hat man ja abends ganz gut Zeit, solche Pads zu häkeln :-D
Wieder zu Hause angekommen, habe ich mir für die stets widerkehrende Gesichtspflege gleich noch aus Jerseyresten passend dazu neue Stirnbänder genäht. Für das morgendliche Haare bändigen und aus dem Gesicht halten finde ich diese sowas von praktisch! Diese “Schnitte” respektive Anleitungen hierfür fand ich natürlich auf einer meiner Surfexpeditionen bei Pinterest ;-) Hier geht’s zur Anleitung für das einfach verknotete Haarband, welches wirklich in Windeseile genäht ist.
Da findet man eine Videoanleitung für das doppelt verschlungene Stirnband.
Immer, wenn der Skiurlaub vorbei ist und der Alltag mich unweigerlich eingeholt hat, dürfte für mich der Frühling definitiv antanzen!
Arbeitet ihr schon an der Oster- oder Frühlingsdeko? An Ideen mangelt es mir nicht aber was es dann zur Umsetzung schafft, wird sich erst noch zeigen…
Machts gut!

Christine

Grössenlabels plotten…

Phu, die letzten Monate waren intensiv und auf meinem Blog hat sich unterdessen leider im übertragenen Sinne etwas Staub angesetzt. :-D
Höchste Zeit für einen Frühlingsputz, Fenster öffnen und kräftig pusten…
Na ja, ziemlich sicher lässt der Frühling dann doch noch ein bisschen auf sich warten. Aber wie sagt man so schön „Vorfreude ist die schönste Freude!“.
Wie vielleicht bei einigen durchgesickert ist, haben sich die Türen von Lili und Mo aus wirtschaftlichen Gründen für immer geschlossen. Dies brachte nun einiges an Arbeit mit sich und war auch eine sehr emotionale Angelegenheit. Viel Druck ist nun aber von mir genommen und ich habe wieder mehr Zeit und Musse zum Nähen. :-) Es gibt so viele Projekte, welche ich gerne ausprobieren würde – zuviel Zeit kenne ich einfach nicht ;-)
Als meine Kinder klein waren, kannte ich die Schnitte von Klimperklein noch nicht. Aber immer wieder bewundere ich in letzter Zeit online all die zuckersüssen Babysets nach ihren Schnittmustern. Ach wie sind die kleinen Erdenbürger doch schnuggelig! Da bin ich jedesmal hin und weg. Jetzt wurde ich sogar wieder Tante und dies war Anlass, nun halt in Tantenfunktion mal Klimperkleinschnitte zu testen. Der Outdooranzug war gewünscht und so habe ich mich mit kuschlig weichem, senfgelbem Merinowalk ans Werk gemacht. Die Umschläge an Armen und Beinen für warme Hände und Füsse finde ich ja so toll – so einen Anzug hätte ich bestimmt auch geschätzt damals! Die coole Kuschelhose aus dem neuen Stoff „Nikicord“ mit passender Mütze sind aber beides Schnitte aus einem Ottobreheft. In diesen Heften finden sich meiner Meinung nach auch immer wieder tolle, praktische Schnitte!
Nun ist es bei den selbstgenähten Kleidern für Kinder ja immer so eine Sache mit der Grösse. Selber weiss man zu Beginn die genähte Grösse oftmals noch, aber wenn die Kleider als Geschenk angefertigt werden oder zu einem späteren Zeitpunkt an Dritte weitergegeben werden, geht das Wissen um die entsprechende Grösse gerne verloren. Deshalb finde ich die kürzlich entdeckte Idee der geplotteten Grössenlabels so genial. Im Silhouetteprogramm habe ich mir aus der Bibliothek ein Herz ausgewählt, mit der Offset Funktion einen dickeren Rahmen erstellt und mit einer mir passenden Schrift die entsprechende Grösse reingeschrieben. Natürlich lassen sich auch andere Formen oder ganz schlichte Kreise verwenden. Aus glatter thermotransfer Plotterfolie habe ich sie geplottet und mit dem Bügeleisen auf die Kleidchen transferiert. Somit gibt’s keine störenden, eingenähten Etiketten und doch ist die Kleidergrösse gut sichtbar. Ich bin happy!
Nun wünsche ich euch viel Elan für eure aktuellen Projekte!
Christine
verwendete Schnitte:
Outdooranzug aus Merinowalk in Grösse 62, Klimperklein Buch “Babyleicht”
Spucktuch/Halstuch aus Klimperklein Buch “Babyleicht”
Mütze aus Ottobre Winter 2016, Modell 6
senfgelbe und dunkelbraune Hose in Gr. 68 aus Ottobre Herbst 2019, Modell 3

Kinder basteln Weinachtsgeschenke: Kaugummibeutel

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Seid ihr schon am Planen, was eure Kinder dieses Jahr für Geschenke für die Grosseltern, Götti und Gotti basteln könnten? Ich bin immer froh, wenn ich weiss, was wir machen werden. Aber dann nehme ich es wohl etwas zu gelassen und mit der Umsetzung sind wir oftmals dann äusserst spät dran ;-)

Gerne zeige ich jetzt, was wir letztes Jahr für Geschenke produziert haben. Da meine Kinder nun mit der Nähmaschine nähen können, gab’s nun mal was Genähtes. Ist eigentlich noch toll, wenn zur Abwechslung mal nicht alle Geschenke beklebt oder bemalt werden müssen :-D

Wir haben aus Wachstuchresten und dem Drehverschluss von Milch Tetra Packs Kaugummibeutel genäht. Den Drehverschluss haben wir von der leeren Milchpackung ausgeschnitten, mit Spülmittel sauber gewaschen und gut trocknen lassen. Aus Wachstuch wird dann ein Rechteck geschnitten. Die Grösse berechnet sich wie folgt: doppelte Grösse vom fertigen Säcklein plus Nahtzugaben rundum. Wie gross dass fertige Kaugummi Täschlein wird, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Unsere sind ca. 10cm breit und 12cm lang. (Fertigmass) Auf der einen Seite wird nun in die Mitte des Rechtecks ein passendes rundes Loch geschnitten für den Drehverschluss. (Möglichst knapp)

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Der Drehverschluss wird reingesteckt und rundum mit einer Naht durch Wachstuch und Plastik festgesteppt. (Das habe ich für die Kinder gemacht, ist etwas knifflig). Danach wird das Rechteck rechts auf rechts gefaltet und die beiden seitlichen Nähte zusammengenäht. Im nächsten Schritt wird der Beutel gewendet. Dann bleibt nur noch bei der offenen Seite die Nahtzugaben nach innen umzuschlagen und knappkantig abzusteppen. Sie sind schnell genäht! Wir haben sie noch gefüllt mit einer beliebten Kaugummisorte und in schönes Papier verpackt. Natürlich könnten die Beutel auch mit Bonbons oder sogar mit Medikamenten befüllt werden.
Was habt ihr mit euren Kindern so hergestellt? Ich würde mich freuen über Anregungen in den Kommentaren!! (Für dieses Jahr habe ich einfach noch keine zündende Idee…)
Alles Liebe
Christine

 

Was schenkt man zum Umzug?

Waescheklammerbeutel-geschlossen

Hierzulande gibt es den Brauch, zum Einzug in ein Haus oder eine neue Wohnung Brot und Salz zu verschenken. Dies wird oftmals mit dem Spruch: „Brot und Salz – Gott erhalt’s“ verbunden.
Für mein Empfinden ist das eigentlich noch eine schöne Gepflogenheit. Aber warum gerade Brot und Salz? Klar sind das sehr grundlegende Nahrungsmittel und sie stehen wohl auch bei vielen von uns beinahe täglich im Einsatz. Aber für mich kommt sofort der Anreiz, was Neues, Kreatives zum Verschenken auszudenken ;-) Ich habe mich nun damit auseinander gesetzt und nach tollen Ideen gesucht, was man anlässlich eines Umzuges als Geschenk nähen könnte. Ja, Nähen ist halt jetzt einfach mein Markenzeichen und macht ein Geschenk doch sehr persönlich und individuell ;-) Ein Umzug bringt doch einiges an Organisation und Aufwand mit sich und oft kommt man ins Schwitzen und wünscht sich insgeheim, man könnte diesen Kraftakt einfach an Profis delegieren… Eine Umzugshilfe zum Nähen kam mir leider nicht in den Sinn :-D
Aber so in einem Haushalt benötigt es ja immer zahlreiche Gegenstände oder praktische Hilfen und gewisse Dinge ersetzt man ganz gerne mal anlässlich einer „Züglete“… Selbstgenähte Küchentücher hätten mir jetzt noch ins Konzept gepasst. Einerseits gibt es so viele schöne Baumwollstoffe und andererseits gefiel mir die Idee, sie mit Sprüchen wie z. B. „My home is my castle“ zu versehen. Dazu fehlt mir jedoch leider eine Stickmaschine… Auf meine Frage nach Geschenkideen wurden im Nähkaffee folgende Ideen zusammengetragen: Brotsack, Utensilo (z.B. fürs Bad), Kochschürze oder Topflappen. Hängen geblieben bin ich beim „Chlämmerlisack“. Ein Beutel für Wäscheklammern ist was äusserst Praktisches und auch da lässt sich vieles Gestalten. Ich habe ja schon einmal recht ausgefallene Wäscheklammerbeutel als Geschenke genäht und hier gezeigt. Diesmal ist es eher ein schlichtes Modell geworden, welches ich aber äusserst praktisch finde. Hier kann und soll nun der Stoff die Hauptrolle spielen. Denn dieses Scherenschnittdesign passt für mich als Schweizerin perfekt zum Thema „Heimat“. Und die neue Wohnung oder das neue Haus sollen doch das Zuhause sein, wo man sich eben wohl, sicher und geborgen fühlt. Den Schnitt habe ich mir selber kreiert und die Idee dazu entdeckte ich einmal mehr bei Pinterest. ;-) Ich habe die Seitenwand mit „soft and stable“ (dünner Schaumstoff, welcher zwischen zwei dünnen Geweben liegt) verstärkt und für den Boden ein all zu dünn geratenes Schneidebrett zweckentfremdet… So kann mein Wäscheklammerbeutel gut selber stehen aber fällt auch nicht so sehr in sich zusammen, wenn er am Karabiner aufgehängt wird.
Ja, bei dieser momentanen Hitze wird die Wäsche schnell trocken! Ich wünsche allen ein kühles Plätzchen…

Macht’s gut!
Christine

Ein portabler Waschsalon nur für mich allein ;-)

Reisenecessaire

Letzten Samstag fand unser Nähevent statt. Dabei trafen sich lauter Gleichgesinnte, welche dem Nähvirus erlegen sind, um miteinander dem schönsten Hobby zu frönen, sich gegenseitig zu inspirieren und sich einfach mal Zeit zum Nähen zu gönnen. Oft sind wir Frauen ja so vielseitig beschäftigt und engagiert, dass es sich logistisch herausfordernd darstellt, mal an einem Nähprojekt wirklich dranzubleiben. In der Aula hier in Herzogenbuchseee hatten wir wunderbar Platz und es wurde fleissig genäht, Schnittmuster gezeichnet, zugeschnitten und Stoffe getauscht. Das miteinander Kaffee trinken und leckeren Kuchen dazu geniessen durfte natürlich auch nicht fehlen! Ich hab’s genossen und dabei für mich ganz allein endlich ein Reisenecessaire genäht. (Na ja, ich wurde vor lauter Quatschen natürlich nicht ganz fertig… ;-) ) Dieses Kosmetiktaschen-Projekt schlummerte schon lange in meinem Kopf und mein alter “Waschsalon”, wie jemand dieses gute Stück so witzig betitelte, sollte schon längstens abgelöst werden. Jetzt ist es vollbracht! Endlich! Und ich habe so Freude daran :-D Den Schnitt habe ich meinem alten, treuen Begleiter abgeguckt und noch ein wenig meinen Bedürfnissen angepasst. Der Stoff ist aus dem Hause au maison. Er hat es mir einfach angetan und jetzt endlich seine perfekte Bestimmung gefunden! Jetzt sollte ich Pläne schmieden, um mein neues Necessaire auszuführen! :-D Das Projekt mit dem Kindermodell habe ich ja schon länger mal umgesetzt und dies sollte schon wieder dringend wiederholt werden…

Macht’s gut!
Christine