Babyhose aus Sweat

Anlässlich einer Geburt habe ich wieder einmal in kleiner Grösse genäht. Es überkommt mich dann zwischendurch und ich schiebe Panik, ich kriege sonst nie mehr die Gelegenheit, Babykleidung zu nähen. Quatsch, es werden immer wieder so süsse kleine Erdenbürger schlüpfen und zwischendurch tröste ich mich mit dem Gedanken, dass ich ja vielleicht auch mal Oma werde :-D Aber einfach so ohne Grund Babykleidung nähen liegt mir nicht und meine Früchtchen sind halt eben nicht mehr so niedlich klein… Die kleinen Grössen sind wirklich etwas kniffliger zum Nähen. Mit dem Ergebnis bin ich aber zufrieden und ich hoffe, der kleine Junge fühlt sich wohl in den bärenstarken Sweathosen!

Schnitt: Ottobre Herbst 2016, Modell 8, Grösse 68


Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche!
Christine

Luftige, festliche Hose

Kürzlich habe ich hier im Blog meine Phoebe Bag gezeigt, welche ich passend zur Hose für eine Hochzeit genäht habe. Die Hose konnte ich jedoch nicht zeigen, da ich es während dem Fest verpasst habe, sie zu fotografieren. Dies habe ich jetzt nachgeholt. Der Schnitt der Hose ist schlicht aber durch den edlen Stoff und den schönen Fall finde ich sie trotzdem festlich. Das Oberteil habe ich hier schon mal vorgestellt. Gerade eben habe ich auf der Seite von Peter Hahn die aktuellen Hosen studiert. Aber so einen deutlichen Trend konnte ich nicht ausmachen. Viele Hosen sind meines Erachtens sehr figurbetont geschnitten und knöchellang. Aber es lassen sich auch weitere, gerade geschnittene Modelle finden. Für mich ist die Passform wesentlicher als der Trend. Hosen sollten meiner Meinung nach eine Figur positiv zur Geltung bringen. Es passt einfach nicht jede Mode auf jede Figur… In meinen Teenagerjahren fand ich den Karottenschnitt total cool. Ich trug voller Stolz meine tannengrünen “Rüeblihose” (Karottenhosen) bis sie in sich zerfielen. Dazu kombinierte ich ein rot-schwarzes Karohemd. Ich lachte jetzt lange Zeit darüber und fand es typisch für diese Phase, wo man halt gewisse Dinge nicht ernst nimmt oder ernst nehmen will und seine ganz eigene Weltanschauung vertritt. Damals kümmerte es mich nicht gross, ob mir was steht und wie ich darin wirke. Ich trug meinen ganz eigenen Stil, wenn ich denn überhaupt von einem Stil sprechen kann. Kürzlich fragte ich mich aber ernsthaft, ob dieser Karottenschnitt nicht doch passend zu meiner Figur wäre?! Ich weiss es noch nicht… Aber das nächste Mal werde ich beim Shoppen mal mit entsprechender Ware zur Anprobe in der Garderobe verschwinden :-D


Schnitt: Burda Style 6859
Stoff: Viskosegemisch aus dem Jakob Markt

Machts gut!
Christine

Meer sehen

Dieses Wortspiel habe ich heute zufällig aufgeschnappt und musste lachen :-D
“Meer sehen” passt doch perfekt zum Sommer, den wir jetzt so richtig geniessen können. “Mehr sehen” tue ich im Sommer aber auch, seit ich eine korrigierte Sonnenbrille trage. In einer Fielmann Filiale kann man gratis einen Sehtest machen lassen. Als Brillenträgerin seit Kindheit bin ich mir eine Brille gewohnt und ohne würde meinem Gesicht einfach was fehlen. Die Brille gehört zu mir. Klar, als ich ein Kleinkind war, gab es nach meiner Mutter so manche Episode, wo die Brille nach Tagen irgend in einer Spritzkanne wieder gefunden wurde. Ich war offensichtlich nicht von Beginn weg überzeugt von meinem Nasenvelo ;-) Aber heute bin ich unendlich dankbar dafür und wenn ich sie nicht hätte, wäre ich äusserst leidend… Doch zurück zu meiner Sonnenbrille. Nachdem ich jahrelang so eine Art Sonnenschutzgläser zum Aufsetzen auf die normale Brille hatte, gönnte ich mir eine korrigierte Sonnenbrille. Dies wirkt optisch deutlich besser und ehrlich gesagt hatte ich vom Aufsetzen der Sonnenschutzgläser bei der alten Variante mit der Zeit immer Kratzspuren auf den korrigierten Gläsern. Eine ärgerliche Sache! Der Punkt ist nur, dass ich nun zwei Brillen mit mir herumtragen muss. Manchmal kann man im Voraus nicht abschätzen, ob man denn nun die Sonnenbrille auch benötigen wird. Aber wehe, wenn sie fehlt! Deswegen habe ich da mein ganz eigenes System entwickelt. Ich habe eine Tasche und da liegt alles drin, was Frau so unterwegs brauchen könnte. Diese Tasche (ich will mir ja schon so lange endlich wieder mal eine neue nähen…) schleppe ich beinahe immer überall mit und da drin soll nun auch meine Sonnenbrille ihren Platz haben. Anhand der tollen gratis Anleitung von Pattydoo habe ich mir ein hübsches Etui genäht, welches sie schützt und mir ermöglicht, die Brille stets griffbereit in meiner Tasche aufzubewahren. Seht selbst:

Dieses Etui war der Anlass, endlich auch mal mit Kork zu arbeiten. Ehrlich gesagt traute ich dem Material nicht so und schon nur der Preis schreckte mich ab, es mal damit zu wagen. Aber für dieses Etui musste ich mir ja nur ein kleines Stück kaufen und wie so oft, erkannte ich dann, dass sich meine Bedenken nicht bestätigten und dass Kork viel robuster ist, als ich dachte. Die Struktur von Kork gefiel mir immer schon gut und anhand der guten Anleitung gelang das Projekt auf Anhieb!

Meer sehen!
Christine

Sturmfrei!

Unsere Kinder fahren in ein Sommerlager und wir Eltern haben regelrecht sturmfrei. (Ich finde diesen Ausdruck aus der Eltern Perspektive viel passender :-D )
Ich kann es mir beinahe nicht vorstellen wie das sein wird, wenn die Jungmannschaft ausgeflogen ist. Einerseits freue ich mich extrem auf Zeit haben, Ruhe, tun was mir gerade Spass macht und für einmal nur für mich denken. Unglaublich?! Anderseits fürchte ich, werde ich die Kinder schrecklich vermissen und mich immer wieder fragen, was sie wohl jetzt gerade tun, ob sie keinen Sonnenbrand eingefangen haben und ob sie glücklich sind. So sind wohl Mütter… Weiterlesen…

Phoebe Bag

Wir waren zu einer Hochzeit eingeladen bei der die Trauung wie das Fest im Freien stattfinden sollten. Ich empfand es als Herausforderung, für die ganze Familie outdoortaugliche Festkleidung zu beschaffen im Unwissen, wie denn das Wetter sein wird. Klar, für ganz schlechte Witterung gab es eine alternative Location für die Trauung aber gefeiert hätte man in jedem Fall in der Scheune. Je nachdem hätte dies recht kalt ausfallen können, da wir hier in der Schweiz bei schlechtem Wetter auch im Juli durchaus frische Temperaturen erwarten müssen… Aber das Gegenteil war der Fall! Es war bis jetzt einer der heissesten Tage dieses Sommers. Eigentlich ein perfekter Tag; für meinen Geschmack jedoch ein wenig zu heiss. Ich musste für beide Wetterextreme passende festliche Kleidung parat haben. Meine Jungs hätten sich strikt geweigert, bei diesen sommerlichen Temperaturen in langen Hosen rumzulaufen. Nach meinen Beobachtungen hat so manch einer von all diesen sportlichen Outdoor-Männern im Verlaufe des Festes seine Schale gegen das Sommer-Beach-Outfit getauscht. ;-) Aber gute Gemeinschaft hängt ja wirklich nicht von der Kleidung ab :-D Weiterlesen…