Meine Hobo Bag nach Pattydoo

Schon so lange möchte ich mir eine neue Tasche nähen! Seit Jahren begleitet mich meine Blachentasche treu tagtäglich für nah und fern. (meine Anleitung Blachentasche findet ihr hier) Ich könnte nicht ohne Tasche sein. Nahezu immer habe ich meine Tasche dabei mit allerlei Krimskrams, welchen ich ja möglicherweise gebrauchen könnte. Wie es so ist, brauche ich dann bestimmt gerade was aus meiner Tasche, wenn ich sie ausnahmsweise mal zu Hause liegen liess. Die Falten Hobo Bag von Pattydoo hat es mir angetan! Die gefiel mir echt gut! So habe ich mir nun doch noch das Buch bestellt, damit ich zum Schnitt komme. (Das Buch enthält noch viele andere tolle Schnitte und ich werde bestimmt noch den einen oder anderen ausprobieren. Nur die doofe Zeit arbeitet gegen mich! Warum habe ich immer viel mehr Projekte als Zeit, sie umzusetzen?!) Also genau genommen war da zwar zuerst der Stoff und dann der Schnitt. Dieses Violett mit den schönen alten Rosen gefiel mir so gut und es war sofort klar, dass ich diesen Stoff will und daraus eine Taschen nähen werde. Auch wenn dieses Muster nicht immer zu meinen Kleidern/Jacken passen wird und schon sehr romantisch daherkommt. (oder eher süss?) Erst wollte ich eine ganz einfache, klassische Tasche nähen, ein Rechteck mit Boden sozusagen. Ich dachte, auf diese Weise kann ich den Stoff wunderbar zur Geltung bringen. Aber irgendwie war es das nicht. Ja und dann landete ich eben bei der Hobo Bag… Das Endprodukt gefällt mir sehr! Allerdings fehlt mir nun doch ein bisschen meine geliebte Ordnung in der Blachentasche. Dort habe ich für alles ein Innenfach genäht und konnte meinen Krimskrams schön griffbereit darin verstauen. Ordentlich und übersichtlich. Mit der Hobo Bag habe ich zwar einen wunderschönen Beutel aber muss immer wühlen bis ich finde, was ich suche. Hm. Ich weiss noch nicht, ob ich mir doch noch eine Blachentasche nähen werde für den Alltag. Doch dann habe ich langsam aber sicher mehr als nur “meine Tasche” ;-)

Der Schnitt, die Falten Hobo Bag kommt aus dem Pattydoo Taschenbuch.

Alles Liebe
Christine

Das Hosenproblem

Ich denke, viele von euch kennen dieses Problem auch? Eine gut sitzende, bequeme Hose ab Stange zu kaufen ist mitunter alles andere als einfach. Ich hab mittlerweilen zum Glück meinen Laden gefunden, welcher einen Hosenschnitt verkauft, der mir zusagt. Logischerweise haben diese Hosen ihren Preis und jetzt, wo sich wieder einmal quer über die Oberschenkel der Elastananteil krank meldet, ärgert dies entsprechend. Aber ich bin doch immer wieder beim selben Modell gestrandet. Hosen für meine Tochter zu kaufen scheint im Moment jedoch irgendwie unmöglich. Einerseits hat sie nicht gerade eine perfekte Figur und anderseits bringe ich es trotz all meiner Fragen nicht auf den Punkt, wie Hosen denn sein müssen, dass sie von ihr getragen werden. Aber für gewisse Aktivitäten sind nun mal Leggings und Röcke ungeeignet. Weiterlesen…

Babyhose aus Sweat

Anlässlich einer Geburt habe ich wieder einmal in kleiner Grösse genäht. Es überkommt mich dann zwischendurch und ich schiebe Panik, ich kriege sonst nie mehr die Gelegenheit, Babykleidung zu nähen. Quatsch, es werden immer wieder so süsse kleine Erdenbürger schlüpfen und zwischendurch tröste ich mich mit dem Gedanken, dass ich ja vielleicht auch mal Oma werde :-D Aber einfach so ohne Grund Babykleidung nähen liegt mir nicht und meine Früchtchen sind halt eben nicht mehr so niedlich klein… Die kleinen Grössen sind wirklich etwas kniffliger zum Nähen. Mit dem Ergebnis bin ich aber zufrieden und ich hoffe, der kleine Junge fühlt sich wohl in den bärenstarken Sweathosen!

Schnitt: Ottobre Herbst 2016, Modell 8, Grösse 68


Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche!
Christine

Luftige, festliche Hose

Kürzlich habe ich hier im Blog meine Phoebe Bag gezeigt, welche ich passend zur Hose für eine Hochzeit genäht habe. Die Hose konnte ich jedoch nicht zeigen, da ich es während dem Fest verpasst habe, sie zu fotografieren. Dies habe ich jetzt nachgeholt. Der Schnitt der Hose ist schlicht aber durch den edlen Stoff und den schönen Fall finde ich sie trotzdem festlich. Das Oberteil habe ich hier schon mal vorgestellt. Gerade eben habe ich auf der Seite von Peter Hahn die aktuellen Hosen studiert. Aber so einen deutlichen Trend konnte ich nicht ausmachen. Viele Hosen sind meines Erachtens sehr figurbetont geschnitten und knöchellang. Aber es lassen sich auch weitere, gerade geschnittene Modelle finden. Für mich ist die Passform wesentlicher als der Trend. Hosen sollten meiner Meinung nach eine Figur positiv zur Geltung bringen. Es passt einfach nicht jede Mode auf jede Figur… In meinen Teenagerjahren fand ich den Karottenschnitt total cool. Ich trug voller Stolz meine tannengrünen “Rüeblihose” (Karottenhosen) bis sie in sich zerfielen. Dazu kombinierte ich ein rot-schwarzes Karohemd. Ich lachte jetzt lange Zeit darüber und fand es typisch für diese Phase, wo man halt gewisse Dinge nicht ernst nimmt oder ernst nehmen will und seine ganz eigene Weltanschauung vertritt. Damals kümmerte es mich nicht gross, ob mir was steht und wie ich darin wirke. Ich trug meinen ganz eigenen Stil, wenn ich denn überhaupt von einem Stil sprechen kann. Kürzlich fragte ich mich aber ernsthaft, ob dieser Karottenschnitt nicht doch passend zu meiner Figur wäre?! Ich weiss es noch nicht… Aber das nächste Mal werde ich beim Shoppen mal mit entsprechender Ware zur Anprobe in der Garderobe verschwinden :-D


Schnitt: Burda Style 6859
Stoff: Viskosegemisch aus dem Jakob Markt

Machts gut!
Christine

Meer sehen

Dieses Wortspiel habe ich heute zufällig aufgeschnappt und musste lachen :-D
“Meer sehen” passt doch perfekt zum Sommer, den wir jetzt so richtig geniessen können. “Mehr sehen” tue ich im Sommer aber auch, seit ich eine korrigierte Sonnenbrille trage. In einer Fielmann Filiale kann man gratis einen Sehtest machen lassen. Als Brillenträgerin seit Kindheit bin ich mir eine Brille gewohnt und ohne würde meinem Gesicht einfach was fehlen. Die Brille gehört zu mir. Klar, als ich ein Kleinkind war, gab es nach meiner Mutter so manche Episode, wo die Brille nach Tagen irgend in einer Spritzkanne wieder gefunden wurde. Ich war offensichtlich nicht von Beginn weg überzeugt von meinem Nasenvelo ;-) Aber heute bin ich unendlich dankbar dafür und wenn ich sie nicht hätte, wäre ich äusserst leidend… Doch zurück zu meiner Sonnenbrille. Nachdem ich jahrelang so eine Art Sonnenschutzgläser zum Aufsetzen auf die normale Brille hatte, gönnte ich mir eine korrigierte Sonnenbrille. Dies wirkt optisch deutlich besser und ehrlich gesagt hatte ich vom Aufsetzen der Sonnenschutzgläser bei der alten Variante mit der Zeit immer Kratzspuren auf den korrigierten Gläsern. Eine ärgerliche Sache! Der Punkt ist nur, dass ich nun zwei Brillen mit mir herumtragen muss. Manchmal kann man im Voraus nicht abschätzen, ob man denn nun die Sonnenbrille auch benötigen wird. Aber wehe, wenn sie fehlt! Deswegen habe ich da mein ganz eigenes System entwickelt. Ich habe eine Tasche und da liegt alles drin, was Frau so unterwegs brauchen könnte. Diese Tasche (ich will mir ja schon so lange endlich wieder mal eine neue nähen…) schleppe ich beinahe immer überall mit und da drin soll nun auch meine Sonnenbrille ihren Platz haben. Anhand der tollen gratis Anleitung von Pattydoo habe ich mir ein hübsches Etui genäht, welches sie schützt und mir ermöglicht, die Brille stets griffbereit in meiner Tasche aufzubewahren. Seht selbst:

Dieses Etui war der Anlass, endlich auch mal mit Kork zu arbeiten. Ehrlich gesagt traute ich dem Material nicht so und schon nur der Preis schreckte mich ab, es mal damit zu wagen. Aber für dieses Etui musste ich mir ja nur ein kleines Stück kaufen und wie so oft, erkannte ich dann, dass sich meine Bedenken nicht bestätigten und dass Kork viel robuster ist, als ich dachte. Die Struktur von Kork gefiel mir immer schon gut und anhand der guten Anleitung gelang das Projekt auf Anhieb!

Meer sehen!
Christine